Swin-Golf, was ist eigentlich Swin-Golf? Diese Frage stellte sich mir und 18 mutigen Schlosskickern, die sich für das Sommerfest in Delbrück-Westenholz mit anschließendem Grillen angemeldet hatten. Viele wussten wahrscheinlich nicht genau, was sie da eigentlich erwartete. Ich konnte sogar einige skeptische Gemüter beobachten. Schließlich hatten wir ja schon im Vorjahr einen Anfängergolfkurs mehr oder weniger erfolgreich hinter uns gebracht. Um 11:00 Uhr lüftete sich das Geheimnis:
Swin-Golf ist aus alten bäuerlichen Spielen in Frankreich abgeleitet und stellt eine kostengünstige Alternative zum Golfen da. Ich bekam einen Universalschläger für alle Schläge und einen Ball, der im Vergleich zum Golfball größer, aus elastischerem Material, aber gleich schwer ist. Eine kurze Einführung beinhaltete die Schlagtechnik und die Spielregeln. Die Spielregeln waren sehr übersichtlich und standen zur Not auch noch auf der Platzkarte. Dann fiel der Startschuß: Es waren bis zu 18 Bahnen zwischen 75 und 260 Metern Länge als Gruppe zu bewältigen.
Tanja, Ulrike, Judith und ich zogen los und begannen auf Bahn 2 mit 150 Meter Länge und Par 4. Hinter uns auf Bahn 1 hörten wir Jürgens und Siggis Familien schon lautstark spielen. Marvin, Jonas und Jenni waren sofort begeistert, mit dem Schläger auf den Ball einzudreschen und den Vätern zuzuschauen, wie diese die Bälle aus den Büschen herausholten. Auch wir legten beschwingt los und wunderten uns so einige Male, dass der Ball eine andere Richtung einschlug als von unserem Schläger vorgesehen.
Aber Übung macht ja bekanntlich den Meister. Während wir auf unserer ersten Bahn noch 30 Minuten benötigten, schafften wir hinterher die sogar längeren Bahnen in der Hälfte der Zeit und glänzten mit einigen guten Schlägen. Die Zeit verging wie im Fluge. Ein kurzer Regenschauer konnte uns auch nichts anhaben. Wir spielten weiter und hatten viel Spaß dabei.
Der Betreiber der Swin-Golf-Anlage bot noch einen besonderen Service: Man konnte telefonisch Getränke bestellen, die auf einem Squad zum Spielfeld mit Kühltasche geliefert wurden. Die Kühltasche mit dem Leergut ließ man später am nächsten Abschlagpunkt zurück. Die Gruppe um Meikel und Tucker hatte augenscheinlich so viel Spaß daran, diesen Menschen auf dem Squad heizen zu sehen, dass sie wiederholt Getränke bestellten. Das Squad flitzte wirklich nur noch hin und her!
Um 15:15 Uhr kam meine Gruppe als letzte zum Treffpunkt für das Grill-Essen. Die Stärkung musste jetzt aber auch sein, da wir uns bereits über vier Stunden auf dem Spielfeld verausgabt hatten und schon mehr als ein leichtes Hungergefühl verspürten. In lustiger Runde tauschten wir abschließend unsere Erfahrungen aus und kamen zu dem Schluß, dass Swin-Golf die perfekte Steigerung zum vorhergegangenen Anfängergolfkurs war und auf jeden Fall eine Wiederholung wert ist. MD






